Wenn Puppen schlafen gehen

„Träumen Androiden von elektronischen Schafen?“, so fragte der Amerikanische Schriftsteller Philip Dick in einem seiner Romane und manche Kinder mögen gleichermaßen überlegen, ob auch Puppen tatsächlich schlafen, wenn sie denn im Puppenbett liegen. Es mag geradezu ein Ritual für viele Kinder sein, auch die eigenen Puppen erst einmal im Puppenbett zur Ruhe zu decken, bevor das Kind selbst sein eigenes Bett aufsucht.

Für viele Eltern stellt diese Praxis durchaus eine Hilfe dar, das eigene Kind zur Nachtruhe zu ermutigen, denn wenn auch schon die Puppe „Heia“ macht, so sollte es dem Kind ebenfalls nicht schwer fallen, dem geliebten Gefährten aus Plastik- oder Holzspielzeug nachzueifern. Dabei spielt die Frage, ob die Puppe tatsächlich dazu in der Lage ist, in der Liegestellung auch die Augen zu schließen oder nicht, meist eine untergeordnete Rolle. Wer sich an die eigene Kindheit zurückerinnert, mag sich unschwer der Tatsache bewusst werden, dass es vielmehr die kindliche Fantasie ist, die einer Puppe oder einem einfachen Holzspielzeug die Seele verleiht, als die bemühte Technik, eine lebensechte Persönlichkeit zu simulieren.

Oft ist auch das Gegenteil der Fall: Sind moderne Puppen gar dazu in der Lage einige sich ständig wiederholende digitale Sätze zu artikulieren, so ist nicht selten über diese Fähigkeit hinaus das Spielzeug auch nicht weiter in der Lage die kindliche Fantasie zu beflügeln. So kann selbst ein sehr schlicht gestricktes Holzspielzeug, das neben dem Kind in dem Puppenbett liegt, durchaus dazu geeignet sein, dem Kind besser zu der gewünschten Bettschwere zu verhelfen, als dies bei einer Hi-Tech Puppe jemals der Fall sein kann.

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