Wenn der Vater mit dem Sohne … Väter heute

Das Vaterbild hat sich gewandelt: Vom autoritären Ernährer, der Haus und Kinder ganz der Frau überlässt, zum Vater, der mitreden, mit erziehen, miterleben will. Der moderne Vater ist von Anfang an dabei.

Er unterstützt die Frau bei der Geburt, gibt Fläschchen, wenn das Kleine da ist und übernimmt sogar unliebsame Aufgaben wie das Windelwechseln. Aber bleibt es bei dem Engagement, wenn die Kinder älter werden? Wie groß ist die Beteiligung am Leben des Kindes, wenn es in die Schule oder in die Pubertät kommt? Genau das wollte auch die Zeitschrift “Eltern Family” wissen und beauftragte das Münchner Marktforschungsinstitut Iconkids & Youth mit einer repräsentativen Umfrage. In persönlichen Interviews wurden 728 Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 12 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen: Der moderne Vater ist nicht mehr unantastbare Respektsperson, sondern väterlicher Freund. 80 Prozent der Kinder wissen, dass ihr Vater sie liebt. Nur noch jedes fünfte Kind hat manchmal Angst vor dem Vater. Und während noch in der Generation der Großeltern Reden und Trösten ausschließlich Sache der Mutter war, sagt heute die deutliche Mehrheit der Kinder (67 Prozent), dass sie mit ihrem Vater über alles sprechen können. 74 Prozent der Kinder bekommen von ihren Vätern gesagt, dass sie stolz auf sie sind. 90 Prozent der Kinder werden regelmäßig von ihrem Papa getröstet und jedes zweite Kind zwischen sechs und zwölf Jahren wird abends vom Vater ins Bett gebracht. Was noch vor einigen Jahren undenkbar war, ist heute normal: 53 Prozent der Kinder dürfen ihren Vater bei der Arbeit anrufen.
Und was ist, wenn Papa nicht mehr zu Hause wohnt? Genau da ist die Kehrseite der Medaille. Je präsenter ein Vater im Leben der Kinder ist, desto mehr wird er – leben die Eltern räumlich getrennt – im alltäglichen Leben vermisst.

Vor allem die Jüngsten leiden darunter. 83 Prozent der sechs- und siebenjährigen Jungen sagen, dass sie sich wünschen, ihren Vater öfter zu sehen. Je älter das Kind ist, desto besser kann es mit einer Trennung der Eltern umgehen. Bester Beweis: Jedes dritte zehn- bis zwölfjährige Kind akzeptiert die neue Frau des Vaters.

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