Spielzeug als Statussymbol?

Einem Neugeborenen ist das Prinzip des gesellschaftlichen Status völlig fremd. Ein schönes Auto ist für ein Kind ein Auto das lustige Formen und schöne Farben hat. Ob das Fahrzeug viel gekostet hat, ist zunächst einmal egal. Schritt für Schritt erlernt ein Heranwachsender, Dinge auch nach ihrem gesellschaftlichen Status zu beurteilen und schon in den Schulen ist zu beobachten, dass insbesondere im Kontext mit der Kleidung der Schüler auch eine Rangliste des Schülerstatus einhergeht.

Auch vor Kinderzimmern macht diese Denkweise nicht halt. Viele Eltern füllen die Zimmer des Nachwuchses mit einer Menge an Kinderspielzeug auf, die den Neigungen und Interessen des Kindes überhaupt nicht mehr gerecht werden. Hier ist weniger manchmal mehr und wenn ein Kind die Übersicht über das verfügbare Spielzeug behält, wird es dadurch in die Lage versetzt, den Gegenstand tiefergehend zu erforschen, zu erlernen und zu nutzen und zu Puppen und Spielfiguren eine tiefere Beziehung aufzubauen. Auch von Kindern selbst geht oft der Wunsch aus, mehr und vermeintlich wertvolleres Spielzeug zu erwerben. So gibt es seit einigen Jahren einen Wettbewerb unter Kindern, wer die neueste Spielekonsole oder den modernsten Computer schon sein eigen nennen kann.

Oft ist für die Kinder selbst der Unterschied zwischen den einzelnen Geräten kaum mehr nachvollziehbar und auch die Zeiten, in denen einen neue Generation der Bildschirmgeräte noch mit großartigen technischen Innovationen einherging, sind längst vorbei. Oft scheint nur noch entscheidend zu sein, ob die Spielekonsole am Ende ihres Namens die Nummer der Generation 3 oder nur die Nummer 2 trägt um als Statussymbol die anderen Kinder in Staunen zu versetzen.

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