LTE fördert mobile Breitbandversorgung auf dem Land

Ein neuer mobiler Internetstandard hält Einzug in Deutschland: LTE. Vor einigen Monaten wurden die Frequenzen für den LTE Ausbau versteigert. Lizenznehmer sind dabei natürlich die großen Mobilfunkanbieter in Deutschland. Damit wird die mittlerweile 10 Jahre alte Technologie UMTS wahrscheinlich erst einmal abgelöst und dank der Regulierung der Bundesregierung wird der Ausbau der schnellen mobilen Internettechnologie zunächst auf dem Land stattfinden.

Durch die hohen Datenraten kommt damit nicht nur die Möglichkeit, schneller im Internet zu surfen, sondern auch mobiles Entertainment auf dem Smartphone zu genießen. So könnten unter anderem mobile Videoservices endlich den Durchbruch schaffen, genau so wie mobiles Web-Radio und Podcasts. Ein weiteres Stichwort ist Mobile-TV am Handy. Letzteres stiftet im Moment noch ein Schattendasein. Der mobile Ausbau der neuen Technologie soll dabei zunächst mit 3 Mbit beginnen, was in etwa einer DSL 3000 Leitung entspricht. Durch eine entsprechende Video- und Audiokomprimierung könnten die Nutzer des mobilen Entertainments auf ihren Iphones und anderen Smartphones damit bereits flüssig Musik hören oder einfache Videos auf Youtube anschauen.

Ländliche Regionen sind Gewinner
Mit dem LTE-Ausbau gehen die ländlichen Regionen gestärkt hervor und sind nicht mehr, wie das im Moment noch der Fall ist, an die langsamen DFÜ-Modemgeschwindigkeiten gebunden. Die mobile Breitbandtechnik versprechen dabei im Idealfall sogar Geschwindigkeiten bis 100 Mbit. Ein Vielfaches der Leistung also, die “normale” DSL-Anschlüsse bieten.

Wir sich LTE durchsetzen?
Doch die Technik muss sich dazu erstmal genügend etablieren. Die Chancen dafür stehen allerdings nicht schlecht. LTE Verbindungen versprechen laut den Mobilfunkanbietern stabiler zu sein als UMTS Verbindungen. Die hohen Geschwindigkeiten könnten im Gegensatz zu UMTS sogar garantiert werden. Zumindest in städtischen Regionen. Auf dem Land soll, wie schon angedeutet LTE vorrangig die offenen Versorgungslücken schließen.

Mit dem neuen Standard stellt sich zunehmend auch die Frage, wie moderne Medien, also digitales Fernsehen oder Radio, in Zukunft transportiert werden. LTE würde sicherlich eine gute Alternative zum digitalen Antennenfernsehen (DVB-T) darstellen. Außerdem könnte LTE den in die Jahre gekommenen UMTS-Standard endlich ablösen.
Ganz billig ist das Surfen per LTE jedoch nicht. Zur Zeit stehen noch nicht alle Preise und Angebote fest. Interessenten sollten künftig in jedem Fall die LTE Tarife vergleichen und nach anderen Kriterien wie z.B. Volumenbegrenzungen abwägen. Denn echte Flatrates wird es wahrscheinlich so schnell nicht geben.

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Ein Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. rainergra_2010 sagt:

    Hallo, vorweg: Ich bin für E-Plus/BASE im Internet unterwegs, um zum Thema “Mobiles Surfen” Infos zu liefern und Fragen zu beantworten.

    In einigen Städten wie Köln und Bremen bauen die Mobilfunkanbieter schon jetzt LTE auf und starten es recht bald. Entweder weil sie in den betreffenden Bundesländern schon die Vorgabe der Bundesregierung in puncto “Weisse Flecken” erfüllt haben oder weil sie LTE über die 2,6 GHz Frequenz realisieren (nur bei den 800er-Frequenzen müssen sie erst aufs Land).

    Dazu eine Frage: Wer würde denn sofort auf LTE umsteigen, wenn es bei ihm angeboten wird? Oder reicht die momentane Surf-Geschwindigkeit für Smartphones und Sticks aus?

    Rainer
    BASE-Botschafter
    base-netzbotschafter.de

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