Kann man sich mit Gürtelrose anstecken?

Die Gürtelrose wird von einem Virus verursacht und zwar dem Varizella-Zoster-Virus. Krankheiten, die von Viren verursacht werden, sind meist mehr oder weniger stark ansteckend. Das Varizella-Zoster-Virus gehört sogar zu den hochansteckenden Viren, dass heiß, es wird sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Dennoch kann man sich mit Gürtelrose nicht anstecken. Wie ist das zu erklären? Dies hängt mit der Eigenart des Virus zusammen, bei der Erstansteckung eine andere Krankheit auszulösen, nämlich Windpocken.

Der Name dieser Erkrankung weist auf ihre die leichte Ansteckung hin. Windpocken scheinen mit dem Wind von Mensch zu Mensch zu fliegen. Auch Menschen, die an Gürtelrose leiden, können andere anstecken, aber nur Menschen, die noch keine Windpocken hatten. Diese erleiden nun eine Erstansteckung und bekommen deshalb erst einmal Windpocken. Allerdings sind bei der Gürtelrose nur die frischen Bläschen ansteckend und dann nicht so hochgradig wie die Windpocken. Alle Menschen, die bereits Windpocken gehabt hatten und das sind im alter von 14 Jahren schätzungsweise 90 Prozent der Bevölkerung, sind nun gegen eine Ansteckung immun. Sie werden nicht noch einmal mit Windpocken angesteckt und sollten sie eine Gürtelrose bekommen, dann haben sie die nicht durch Ansteckung erworben, sondern durch die eigenen schlafenden Viren, die nach der abgeheilten Windpocken-Krankheit im Körper verbleiben. Die Gürtelrose ist also ein Wiederaufflammen einer bereits durchgemachten Virusinfektion, die aber nun, nach Reaktivierung des Virus, einen anderen Verlauf zeigt. Eine solche Reaktivierung des Virus tritt bei etwa 20 Prozent der Infizierten auf. Meist sind ältere Leute betroffen, deren Abwehrsystem nicht mehr so gut funktioniert, wie das von jungen Menschen. Bei jungen Leuten entwickelt sich entsprechend kaum mal eine Gürtelrose, es sei denn, die Abwehr ist durch besondere Umstände massiv geschwächt, wie beispielsweise bei einer Grippe-Erkrankung, bei der Infektion mit AIDS oder auch bei heftiger, Immunzellen-schädigenden medikamentösen Therapie.

Eine solche Therapie ist zum Beispiel die Chemotherapie oder auch die Bestrahlung von Tumoren. Daher tragen auch Krebspatienten ein größeres Risiko zusätzlich an Gürtelrose zu erkranken, vorausgesetzt sie hatten die Windpocken gehabt. Besonders gefährdet sind auch Menschen mit System-Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes Mellitus. Eine Gürtelrose kann man mehrmals bekommen gegen diese Reaktivierung wird man nicht immun. Wer glaubt, er könne erkrankt sein, sollte sich frühzeitig möglichst viel Infos zur Gürtelrose und ihrer Behandlung besorgen bzw. möglichst rasch einen Arzt aufsuchen.

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2 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Daniel Stark sagt:

    hab jetzt schon einiges zu Gürtelrose und ihre ansteckungsgefahr gelesen aber dieser Artikel hat mir wirklich geholfen.

  2. Ulrich Spindler sagt:

    ein wichtiger Puntk in diesem Zusammenhang sollte das Thema Schwangerschaft einnhmen. Denn gerade wenn mann zu den 10% gehört, die keine Windpocken in der Kindheit hatten, sollte mann (oder vielleicht besser “frau”) das Thema in der Schwangerschaft ernst nehmen und im Kontakt mit betroffenen Mitmenschen die nötige Vorsicht walten lassen.
    viele Grüsse,
    Morgan

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