Informationsspeicherung für die Ewigkeit
Im Bereich der Datenspeicherung tut sich einiges. Der Arbeitsspeicher zum Beispiel ist einer steten Weiterentwicklung unterworfen. Gab es früher nur den einfacher RAM, können Benutzer längst zwischen SDRAM, DDR RAM, DDR2 RAM, DDR3 RAM oder Dual Channel RAM wählen. Auch im Bereich der nichtflüchtigen Speicher gibt es stete Veränderungen. Wissenschaftler entdecken mehr und mehr die Natur zurück, um Daten für die Ewigkeit haltbar zu machen.
Das war schließlich bisher ein Problem. Papier zerfällt nach einiger Zeit, andere Materialien wie Stein verwittern, CDs können zerkratzen beziehungsweise mit der Zeit ihren Inhalt verlieren. Auch wenn Daten mittlerweile viele Generationen überleben können, für die Ewigkeit konnten sie bislang nicht gespeichert werden. Die einzige Ausnahme ist nicht von Menschen gemacht, sondern kommt direkt aus der Natur. Organismen geben ihre Erbinformationen schließlich von Generation zu Generation weiter, sodass die Informationen über Milliarden Jahre erhalten bleiben. Dieses Prinzip haben sich nun Informatiker aus dem US-Bundesstaat Washington zu Nutze gemacht. Sie übersetzten den Text eines englischen Kinderliedes in Stränge von DNA-Basenpaaren.
Diese setzten sie in Gene von Bakterien ein. Das machten sie bewusst an solchen Stellen, wo sie lebenswichtige Erbinformationen nicht beeinflussten. Die Forscher warteten rund hundert Bakteriengenerationen ab, bevor sie versuchten, die Informationen zurückzuholen. Als es soweit war, konnten sie die Strophen unverändert auslesen. Benutzt wurden dabei Bakterien, die besonders strahlenresistent sind. Das sind sie, weil ihre Erbsubstanz in kleinen Ringen verpackt ist. Sollte Strahlung die DNA zerhacken, würden die Enden im Ring fest hängen und könnten mit Reparaturenzymen wieder zusammengesetzt werden.

