Gran Canaria – die Dünen von Maspalomas
Denkt man an Gran Canaria, denkt man automatisch auch an Sonne, Sommer, Strand und Meer. Und nicht zuletzt auch an die gigantischen Strände bei Maspalomas oder auch die Dünen von Maspalomas genannt. Nur Naturschützern ist es zu verdanken, dass diese wunderbare Landschaft erhalten geblieben ist, sonst wäre sie wohl in den 60er Jahren gnadenlos dem Bauboom zum Opfer gefallen. Für Teile der Landschaft kam jede Naturschutzverordnung 1987 zu spät und wurde unwiderruflich zerstört und trotzdem sind die Dünen von Maspalomas heute eine der größten Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria. Der Sand der Dünen besteht aus feinem Muschel- und Korallenkalk, der vom Meer angeschwemmt wurde. Die Dünen ähneln optisch einer Miniaturwüste.
Nur einige wenige Pflanzen können sich mit dieser kargen Landschaft arrangieren und außer einigen Eidechsenarten gibt es dort kaum Leben. Von den Nudisten einmal abgesehen, die die Dünen im Adamskostüm erkunden. Die Dünen von Maspalomas sind ein offizielles FKK-Gebiet, das von Touristen aus der ganzen Welt rege genutzt wird. Trotz aller Schutzmaßnahmen ist diese einmalige Landschaft in großer Gefahr. Studien ergaben, dass die Dünen wohl in 90 Jahren verschwunden sein werden. Stetig schwindet der Sand und in den letzten zehn Jahren wurde ein Sandverlust von zwei Höhenmetern berechnet. Sandverlust ist zwar ein natürlicher Prozess, doch durch den Eingriff durch Menschenhand und die Verbauung der letzten Jahrzehnte war kein neuer Sandtransport auf die Dünen mehr möglich. Nun strebt man einen Erhaltungsplan an, was auch dringend notwendig ist. Ein Grund mehr, sich diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen zu lassen, denn wer weiß, wie lange sie noch da ist.

