Förderpaket für Elektroautos

Nachdem Kanzlerin Angela Merkel den zweiten Bericht des Expertengremiums Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) erhalten hatte, hat die Bundesregierung nun ein Förderpaket für Elektroautos verabschiedet, das „Regierungsprogramm Elektromobilität“.
Demnach wird der Industrie eine Verdopplung der Forschungsmittel durch den Bund zugesichert, mit anderen Worten, eine Milliarde Euro in den nächsten zwei Jahren. Besonders die Entwicklung der Batterietechnik soll durch diesen Zuschuss verbessert  und konkurrenzfähig gemacht werden. Desweiteren soll der Steuersatz für Dienstwagen-Nutzer mit Elektrofahrzeugen so gesenkt werden, dass diese nicht mehr Steuern zahlen als Nutzer konventioneller Autos. Elektroautos und Hybridfahrzeuge werden für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Ein System von bis zu 7000 öffentlichen Stromladestationen wäre wünschenswert, genauso wie Sonderparkplätze und spezielle Fahrspuren.

Auf 42 Millionen angemeldete Autos in Deutschland kommen im Moment nur etwa 2300 Elektroautos. Hybridfahrzeuge, wie beispielsweise der Honda Civic 2011 oder der Honda Jazz Hybrid, fahren außerdem noch nicht rein elektrisch, sondern werden von einem Benzinmotor unterstützt, auch wenn sie bereits sehr viel umweltbewusstere Lösungen im Gegensatz zu Benzinern darstellen. Auch der Bund möchte in Zukunft die Anschaffung von Elektroautos als Dienstwagen fördern.

Die derzeit hohen Kosten sind für viele Verbraucher ein großer Nachteil beim Kauf eines Elektroautos. So müsse man für den Kauf und Betrieb eines Elektrofahrzeugs etwa 11.000 Euro mehr ausgeben, als es bei einem konventionellen Auto der Fall wäre. Kaufprämien wie in Frankreich werden gefordert, beispielsweise von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast.  Nur so sei es realistisch, davon auszugehen, dass die Zahl der Elektroautos in Deutschland in den nächsten zehn Jahren bis auf eine Million ansteigen wird. In Frankreich bekommen Käufer eines E-Autos Zuschüsse vom Staat von bis zu 5000 Euro. Dies lehnt die Bundesregierung jedoch immer noch ab. Dies begründet Peter Ramsauer, Bundesverkehrsminister, mit dem folgenden Satz: „ Ich beobachte mit gewissem Interesse, dass ausgerechnet so manche Länder, die halb in der Staatspleite stehen, solche Subventionen gewähren. Die sollten lieber ihre Haushalte sanieren. Wir tun das, wir geben steuerliche Anreize.“

Es wird sich herausstellen, wie erfolgreich die Regierung die Vorschläge der Industrie umsetzen wird. Sollten Forschungsoffensive und die Einführung von Steuervorteilen positiv verlaufen, werden wir bald mehr Elektroautos auf deutschen Straßen sehen.

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