Eine private Zahnzusatzversicherung über die gesetzliche Krankenkasse abschließen?

Auf Drängen der gesetzlichen Krankenversicherungen hin wurden deren Leistungen im Bereich des Zahnersatzes drastisch reduziert und somit eine größere Selbstbeteiligung der Patienten am Zahnersatz durchgesetzt. Dabei kennen die gesetzlichen Krankenversicherung die Problematik der Selbstkostenanteile nur zu gut: Der Zahnersatz ist ein medizinischer Fachbereich, der wirklich hohe Kosten verursachen kann.

Bedingt durch die Tatsache, dass die gesetzlichen Krankenkassen keine prozentuale Kostenübernahme mehr gewährleisten, sondern lediglich einen Festbetrag, der sich nach der minimalen Behandlungsnotwendigkeit richtet, übernehmen, übersteigt die Selbstbeteiligung des Patienten am Zahnersatz oftmals das eigene Budget. Aber auch hierfür hatten die Krankenkassen ihren Plan B, nämlich das vermehrte Angebot an einer privaten Zahnzusatzversicherung, wie unter anderem bei der ARAG Z100. So ist es mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass den Versicherten Werbezettel ihrer gesetzlichen Krankenversicherung zukommen, in denen diese eine private Zahnzusatzversicherung anbieten. Im Regelfall schließt man diese jedoch nicht bei der gesetzlichen Versicherung, sondern über diese ab. Gesetzliche Krankenkassen waren nämlich zu Beginn der Gesundheitsreform sehr stark darin aktiv, mit privaten Versicherungsgesellschaften Sonderkonditionen für ihre Versicherungsnehmer im Bereich der Zahnzusatzversicherung unter anderem über die ARAG Z100 zu vereinbaren, insofern man diese über die gesetzliche Krankenkasse abschließt. Natürlich sollen alle Seiten davon profitieren. Die private Versicherungsgesellschaft, die eine Zahnzusatzversicherung anbietet, profitiert von einer Vielzahl an Neuabschlüssen und damit verbundenen Monatsbeiträgen, die gesetzliche Krankenversicherung erhält eine Vermittlungsprovision und dem Versicherungsnehmer kommen die günstigen Monatsbeiträge zu Gute. 

Wer sich also für eine private Zahnzusatzversicherung interessiert, der kann zunächst einmal bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung nachfragen, ob diese mit einer Versicherungsgesellschaft kooperiert und man auf diesem Weg eine Zahnzusatzversicherung abschließen kann.

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2 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Gerd Fuchs sagt:

    Da es aber zur Zeit eine unübersichtliche Fülle von Tarifen mit ganz unterschiedlichen Leistungen gibt sollte man sich genau informieren und sich ein auf die persönliche Situation zugeschnittenes Angebot einholen. Am besten bei einer unabhängigen Agentur oder online auf einer guten Website mit einem Tarifrechner wie z.B. bei http://www.ihre-zahnzusatzversicherung.de/dontfollow

  2. Manfred Eismann sagt:

    Da stimme ich zu. Man sollte sich am besten auch über Testberichte etc. informieren. Ein reiner Onlinevergleich ist nicht immer ausreichend.

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