Die Kunst des Geigenbauens

Wie werden eigentlich Geigen gebaut? Das ist eine Fragestellung, die durchaus bei der Sendung mit der Maus gestellt werden könnte. Aber ein Geigenbauer weiß ganz sicher wie das so funktioniert mit dem Geigenbau. Geigenbauer ist kein Hobby sondern ein richtiger Handwerksberuf, bei dem man das Handwerk von der Pike auf lernt. Damit können also nur ausgebildete Geigenbauer wirklich eine Geige herstellen. Und ein Geigenbauer kann noch viel mehr: er stellt alle möglichen Arten von Streichinstrumenten her. Der Geigenbauer stellt alles an einer Geige her bis auf den Geigenbogen: das macht dann der Bogenmacher.

Man kann den Geigenbau als einen konservativen Beruf bezeichnen, denn es werden noch die traditionellen Techniken des Handwerks benutzt. Der Bau einer Geige  umfasst 500 Arbeitsgänge und dauert bis zu drei Monaten oder länger. Als aller erstes muss sich der Geigenbauer überlegen für welches Modell er sich bei der neuen Geige entscheidet. Hier kann sich der Geigenbauer für verschiedene Varianten entscheiden: entweder er macht eine Kopie von einer Geige oder er konzipiert eine ganz neue Modell. In der Regel kommen Neukonstruktionen fast nie vor. Denn die großen Meister des Geigenbaus haben schon perfekte Arbeit geleistet. Der nächste Schritt zur neuen Geige ist die Frage nach dem richtigen Holz. Denn das Material ist entscheidend für den späteren Klang der Geige. Danach folgen dann unzählige Arbeitsschritte, die konzentriertes Arbeiten von dem Geigenbauer verlangen. Sind alle handwerklichen Arbeiten erledigt, kann die Geige aber noch nicht verkauft werden.

Zum Schluss steht die Justierung der Geige an. Der Geigenbauer spielt die neue Geige ein paar Wochen lang. Fällt ihm dabei ein Fehler auf,  wird die Geige geöffnet und er trägt hauchdünne Schichten des Holzes im inneren der Geige ab. Dann wird die Geige wieder zugeleimt und der Geigenbauer spielt erneut zur Probe auf der Geige. Das muss so lange wiederholt werden bis der Geigenbauer mit dem Klang der Geige zufrieden ist. Doch die sehr aufwendige Arbeit lohnt sich in jedem Fall, denn der Geigenbauer wird mit einem echten Spitzeninstrument belohnt. Dafür muss man natürlich auch einen ziemlich hohen Preis bezahlen. Doch von so viel Arbeit profitieren später viele begeisterte Musikliebhaber. 

Ana Sare
ana.sare@gmx.de

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