Die Handicapwette

Verfolgt man mit Freunden ein Fussballspiel vor dem Fernsehgerät, dann werden oft untereinander informelle Wetten auf den Spielausgang abgeschlossen. Zumeist gibt man dann einen Ergebnistipp ab oder man legt sich nur auf den Gewinner des Spiels fest. Meistens geht es dabei – wenn überhaupt -  nur um sehr geringe Beträge. Eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Leuten braucht jedoch etwas mehr Nervenkitzel und wettet daher gerne bei einem der zahlreichen Buchmacher. Das Wettverhalten ist in vielen Fällen jenem der Wette unter Freunden ähnlich; auch beim „richtigen“ Wetten wird zumeist auf Heimsieg, Unentschieden bzw. Auswärtssieg getippt.

Vielen Wettern erscheint die Vielzahl an anderen Wettarten zu kompliziert, sodass sie beim „Bekannten“ bleiben. Dabei lassen sich beispielsweise mit Sportwetten auf Handicaps die Gewinne erhöhen. Die Mehrzahl der Wetter tippt außerdem gerne auf bekannte Vereine, so genannte Favoriten; die Wettquoten auf die „großen Namen“ wie z.B. Bayern München oder Real Madrid sind aber zumeist verhältnismäßig niedrig. Nimmt aber in Kauf, dass Favoriten mit einem Rückstand in das Spiel starten, dann wird dafür eine höhere Wettquote angeboten. Genau dies geschieht bei Handicapwetten. Spielt z.B. Bayern München in der Allianz Arena gegen Energie Cottbus, dann sollte man unter normalen Umständen erwarten, dass die Quote auf einen Sieg des deutschen Rekordmeisters im Bereich von 1,20 – 1,40 liegt. Glaubt man allerdings, dass die Bayern klar gewinnen werden, dann kann auch ein -2 Handicap gespielt werden.

Dies bedeutet, dass die Wette bei einem Tipp auf die Bayern nur dann gewonnen wird, wenn die Münchner mit mindestens drei Toren Vorsprung gewinnen. Eine realistische Wettquote für das -2 Handicap läge in diesem Fall in etwa bei 2,00 – 2,50. Ebenso kann natürlich auch darauf gewettet werden, dass Cottbus mit einem künstlichen Vorsprung beginnt. Wird das Spiel dann tatsächlich nur mit einem Tor Unterschied verloren, dann gilt die Wette als gewonnen; selbstverständlich gilt dies auch, wenn Cottbus gewinnen würde oder das Spiel mit einem Unentschieden endet. Handicapwetten eignen sich in der Regel eher für bereits erfahrene Wetter die genau wissen welche Quote akzeptabel bzw. überbewertet ist und auch einschätzen können wann eine Wettquote eindeutig zu niedrig ist. Nichts desto trotz sollte man sich auch als Anfänger mit dieser Wettart vertraut machen; selbstverständlich müssen die Einsätze nicht hoch sein. Eine gute Möglichkeit ist auch fiktive Wetten zu spielen. Man platziert die Wette also nicht tatsächlich sondern führt ein Wetttagebuch in dem man den Gewinn- und Verlustverlauf der eigenen Handicapwetten genau protokolliert. Im Laufe der Zeit wird man immer besser einschätze können wann die höheren Quoten auf Handicaps das erhöhte Wettrisiko rechtfertigen.

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