Der Kuss in Theorie und Praxis

Was doch Statistik und die empirische Sozialforschung uns nicht alles offenbaren! Selbst das Küssen, eigentlich der schönste Ausdruck von Flirt und Liebe, wird wissenschaftlich untersucht und getestet, begutachtet und bewertet, verifiziert und falsifiziert. Der renommierte Berliner Diplom-Psychologe Volker Drewes präsentiert einige Ergebnnisse:

Ein Kuss dauert heute durchschnittlich knapp über zwölf Sekunden. Das ist mehr als doppelt so lang wie in den achtziger Jahren, wo man sich im Schnitt nur 5,5 Sekunden lang küsste. In einem 70jährigen Leben küssen wir etwa 100.000 mal. Viel Küssen verlängert die Lebensdauer um bis zu fünf Jahre.

Und wer frisch geküsst in ein Auto steigt, fährt weniger aggressiv und verursacht weniger Unfälle. Bis zu zwanzig Kalorien verbrauchen wir für einen leidenschaftlichen Kuss – pro Minute. Wer dabei abnehmen will, sollte also auf Dauer und Wiederholung setzen. Beim Küssen kommen bis zu 38 Gesichtsmuskeln zum Einsatz – gut für straffe Konturen. 42,5 Prozent der Frauen sind glauben, dass wer nicht küssen kann, auch sexuell eine Enttäuschung sein werde. Knapp 20 Prozent aller Männer lieben es, rot geschminkte Lippen zu küssen, in Deutschland allerdings nur 8 Prozent. 37 Prozent ziehen hierzulande ungeschminkte Lippen vor. Ob aufgespritzte Lippen für ein intensiveres Kuss-Erlebnis sorgen, sei dahingestellt. Gut gepolstert kann auf jeden Fall nicht schaden: Mit einem Druck, der bis zu 15 Kilogramm Gewicht entspricht, pressen leidenschaftlich Küssende ihre Lippen aufeinander. Beim Küssen wird der Speichelfluss angeregt, und Abertausende von Bakterien wechseln von Mund zu Mund. Trotzdem ist Küssen gut für die Gesundheit: Die dabei freigesetzten Neuropeptide stärken die Abwehr. Außerdem werden körpereigenes Morphium und Endorphine ausgeschüttet, was für Glücksgefühle sorgt. Die Körpertemperatur steigt, der Puls beschleunigt sich, das Herz schlägt schneller – Küssen ist sozusagen ein Ganzkörperphänomen! Die meisten Menschen küssen rechts herum, neigen also den Kopf auf die rechte Seite beim Küssen, wie ein deutscher Biopsychologe bei Untersuchungen sowohl in der Türkei, Deutschland als auch den USA feststellte.

Frauen haben dabei zu 92 Prozent die Augen geschlossen, während etwa die Hälfte der Männer gerne sieht, was im Gesicht der Geküssten vorgeht. Anthropologen schätzen, dass sich über 90 Prozent aller Menschen küssen. Nicht alle tun dies allerdings so offenherzig wie die Europäer. Eins der berühmtesten abendländischen Rituale ist das Küssen unterm Mistelzweig: Paare, die dies zu Weihnachten tun, bleiben für immer zusammen. Laut keltischem Brauch muss die Mistel allerdings mit einer goldenen Sichel geschnitten und binnen zwölf Nächten verbrannt werden. Wenn der Kuss also nicht anschlägt, waren wohl Verfahrensfehler im Spiel.

Am schönsten ist und bleibt natürlich die Praxis. Eine seriöse und professionelle Singlevermittlung wie ElitePartner findet einfach und gezielt den passenden Partner. Dafür ist weder ein esoterischer kosmischer Bestellservice nötig noch die empirische Sozialforschung.

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