Alternativen zum Sparbuch
So lange es das Sparbuch als sichere Anlageform gibt, so lange mahnen Experten die Sparer immer wieder, auf die Verzinsung zu achten bzw. auf andere Sparformen auszuweichen, um ihr Geld auch wirklich zu vermehren. Ungeachtet dieser Warnungen liegen nach wie vor geschätzt mehr als 1.000 Milliarden Euro auf Sichtguthaben von Girokonten und auf Sparbüchern angelegt.
Um ihren Lesern aufzuzeigen, welche Zinsen durch die Nutzung eines Sparbuches verloren gehen, haben die Betreiber des Fachportals tagesgeldvergleich.net auf http://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeldvergleich/sparbuch.html einmal die durchschnittliche Verzinsung von Sparbüchern mit denen von Tagesgeldkonten verglichen und kommen dabei zu folgendem Ergebnis: im Durchschnitt von 32 Sparbüchern und einer Anlagesumme von 10.000 Euro können Sparer mit 1,23 Prozent Rendite pro Jahr rechnen. Setzt man die durchschnittliche Verzinsung aller Anbieter aus einem Vergleich von Tagesgeldkonten dagegen, kommt man derzeit auf rund vier Prozent Rendite pro Jahr. Dieser Unterschied von 2,81 Prozentpunkten macht sich nicht nur im Geldbeutel des Verbrauchers bemerkbar, sondern ist noch unter einem weiteren Aspekt extrem wichtig.
Betrachtet man nämlich nicht die Nominalverzinsung eines Sparbuches, sondern seine Realverzinsung, also die Zinsen abzüglich Inflation, dann wird es schon fast kriminell. Bei einer Inflationsrate von rund zwei Prozent im langfristigen Durchschnitt würden die verglichenen Sparbücher bei 1,23 Prozent Nominalrendite eine reale Wertentwicklung von -0,77 Prozent pro Jahr aufweisen. Mit anderen Worten: das Geld der Sparer wird unter Berücksichtigung der Inflation immer weniger wert. Anders sieht es bei den verglichenen Tagesgeldkonten aus. Zieht man von den für sie ermittelten vier Prozent Zinsen die Inflation ab, verbleibt mit einer realen Wertentwicklung von zwei Prozent pro Jahr eine deutlich positive Rendite. Das Geld des Sparers wird also auch an seiner Kaufkraft bemessen immer mehr wert.

