Alopezie – Pathologischer Haarausfall

Jeder Mensch verfügt über eine bestimmte Anzahl von Kopfhaaren. Diese ist genetisch festgelegt und bewegt sich zwischen etwa 80.000 und 150.000 Haaren insgesamt. Innerhalb des Haarzyklus, welchen man als Effluvium bezeichnet, verliert man bis zu 100 Haare täglich. Genauso wie  Hautzellen, bilden sich Haare nach einer kurzen Ruhepause immer wieder neu. In bestimmten Lebensphasen verliert man auch eine unterschiedliche Menge an Haaren. Der Haarausfall ist unter anderem abhängig von der Jahreszeit, dem Hormonhaushalt und der Lebensweise. Gerade bei Frauen kann Haarausfall aufgrund hormoneller Veränderungen differenzieren. Vor allem nach der Schwangerschaft und in den Wechseljahren kann Haarausfall vermehrt auftreten.

Von pathologischen Haarausfall spricht man, wenn die Betroffenen ab 100 Haare täglich verlieren. Man bezeichnet  diesen auch als Alopezie. Die drei Formen, die am häufigsten auftreten, sind genetisch-erblicher, diffuser und kreisrunder Haarausfall. Die Ursache für genetisch-erblichen Haarausfall ist eine überhöhte Anzahl von Androgenen. Es handelt sich dabei um eine erbliche Veranlagung, die von männlichen Geschlechtshormonen ausgelöst wird. Von kreisrundem Haarausfall spricht man bei einer entzündlichen Haarausfallerkrankung, die in jedem Lebensalter auftreten kann. Es bilden sich runde und kahle Stellen. Bei diffusem Haarausfall verliert man die Haare hingegen nicht an bestimmten Stellen, sondern über den gesamten Kopf verteilt. Die Auslöser können Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Stress sein.

Wenn man Haarausfall bemerkt, sollte man sich über eine Behandlungsmethode informieren. Im Zentrum für Moderne Haartransplantation Berlin berät der Haarchirurg Reza Azar zu Haartransplantationen mittels I-FUE-Methode. Das Verfahren ist schonend für die Haut und es entstehen keine bleibenden Narben. Die Haartransplantationen erfolgen in drei Phasen. Als erstes entnimmt man mit einer feinen Hohlnadel einzelne Spenderhaare vom Hinterkopf. Falls diese nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, verwendet man Spenderhaare von anderen Körperstellen. Nach der Entnahme legt man die empfindlichen Haarfollikel zum Schutz unmittelbar in eine eigens dafür hergestellten Nährlösung ein. Im letzten Schritt setzt man die entnommenen Spenderhaare im Bereich der kahlen Stelle wieder ein. Die Phasen der Haartransplantationen werden abwechselnd in kurzen Intervallen mehrere Male wiederholt. Damit verbleiben die Haarfollikel nur für eine kurze Dauer außerhalb des Körpers. Diese Vorgehensweise wirkt sich zum einen positiv auf die Anwuchsrate und zum anderen erfolgreich auf die Einheilung aus.

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Ein Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. Michaela Haar sagt:

    Wirklich klasser recherchierter Bericht zum Thema Haarausfall. Ich werde immer mehr zum Stammleser für deinen Blog! Chapeau kann man da nur sagen.

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